Auf den Spuren von Bocksiedlung, Stalingrad, Schlachthof und Reichenauer Lager
„Die Bocksiedlung brennt!“ – eine Schlagzeile aus dem Jahr 1963 führt den Autor Wilhelm Giuliani zu legendären Orten am einstigen Innsbrucker Stadtrand: in die wilde Bocksiedlung, ins Arbeiterviertel „Stalingrad“, zum Wohnblock am Schlachthof und in das lange vergessene Lager Reichenau.
Mit feinem Gespür zeichnet Giuliani die Geschichte dieser Orte nach, die in den 1920er-Jahren ihren Anfang nimmt. Ohne den Blick für das große Ganze zu verlieren, rückt er jene Menschen in den Mittelpunkt, die am Rand der Stadt und der Gesellschaft lebten. So entsteht ein eindrucksvolles Bild von Familien, Außenseitern und Überlebenskünstlern in Zeiten von Armut, politischen Umbrüchen und Krieg.
Aus Zeitungsberichten, persönlichen Erinnerungen, Archivquellen und Gesprächen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen entsteht ein ebenso packendes wie berührendes Kapitel Innsbrucker Stadtgeschichte.
Wilhelm Giuliani (*1974) ist Journalist und freier Autor. Er hat als Redakteur für die Stadt Innsbruck, Radio und Fernsehen gearbeitet und war als Pressesprecher in der Politik tätig.